Flugplatz

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Ein Flugplatz ist ein behördlich zugelassener Start- und Landeplatz bzw. eine Wasserfläche für Luftfahrzeuge und Luftsportgeräte.

In der Bundesrepublik Deutschland herrscht für beide Arten eine generelle Flugplatzpflicht.

Inhaltsverzeichnis

Arten von Flugplätzen

Der deutsche Gesetzgeber unterteilt Flugplätze in

Das schweizerische BAZL unterscheidet: Landesflughafen, Regionalflugplatz, zivil mitgenutzter Militärflugplatz, Flugfeld, Segelflugfeld, Winterflugfeld, Wasserflugplatz, Heliport und Winterheliport. <ref>Übersichtskarte über die Luftfahrtinfrastruktur der Schweiz, BAZL, 2008</ref>

Die Errichtung von Flugplätzen unterliegt einem formalen Genehmigungsverfahren. Abhängig von der Art des Flugplatzes und des Flugbetriebes können Bauschutzbereiche festgelegt werden. In diesen ist die Erstellung und Veränderung von Bauwerken (Gebäude, aber auch Antennen, Windenergieanlagen, etc.) besonders genehmigungspflichtig und es können zusätzliche Beschränkungen (Höhenbegrenzung, vorgeschriebene Farbmarkierungen und Beleuchtung) auferlegt werden.

Flugplätze für zivilen Flugbetrieb werden im Sprachgebrauch als Zivilflugplatz bezeichnet, während die für militärischen Flugbetrieb zugelassenen Flugplätze Militärflugplatz genannt werden. Es gibt auch einige Flugplätze mit gemischtem zivilen und militärischen Flugbetrieb (z. B. Flughafen Berlin-Tegel, Flughafen Köln/Bonn, Flughafen Leipzig/Halle oder hauptsächlich militärisch Flughafen Rostock-Laage und Flugplatz Ingolstadt-Manching).

Flughäfen

Flughäfen sind große Flugplätze, in der Regel für den Betrieb mit Passagier- und Frachtflugzeugen zugelassen. Sie verfügen in der Regel über die dazu notwendige Infrastruktur und liegen meist innerhalb einer Kontrollzone, die vom Fluglotsen eines entsprechenden Flugsicherungsproviders beaufsichtigt wird. Man unterscheidet hier noch in internationale Verkehrsflughäfen und Regionalflughäfen. So gibt es zum Beispiel den Flughafen Essen-Mühlheim, der weder über eine Kontrollzone und somit kein IFR-Verkehr verfügt, noch gibt es dort eine Feuerwehr oder sonstiges Bergungsgerät.

Sonderflughäfen sind nicht zugelassen für den allg. Luftverkehr. Vor der Benutzung eines Sonderflughafens ist die Genehmigung des Platzbetreibers einzuholen. Flughäfen besitzen einen Bauschutzbereich nach § 12 LuftVG. Bauschutzbereich bedeutet, dass Bauvorhaben, die die Flächen des Bauschutzbereiches durchstoßen, neben der Baugenehmigung noch einer luftrechtliche Genehmigung bedürfen. Die DFS muss eine Stellungnahme zu den Hindernissen abgeben, die die Flächen des Bauschutzbereichs durchdringen.

In Österreich bestimmt das Luftfahrtgesetz, was unter einem Flughafen zu verstehen ist. Sofern ein Flugplatz öffentlich ist, für den internationalen Luftverkehr bestimmt ist und über die hierfür entsprechenden Einrichtungen verfügt, so ist er ein Flughafen, andernfalls ist er als Flugfeld zu bezeichnen. Die Begriffe Sonderflughafen und Bauschutzbereich kennt das österreichische Recht nicht.

Landeplätze

Landeplätze unterscheidet man in Verkehrslandeplätze für die allgemeine Luftfahrt und Sonderlandeplätze (mit beschränkter Genehmigung z. B. für Sportflugzeuge oder Hubschrauber).

Größere Landeplätze verfügen teilweise auch über eine Kontrollzone, das heißt der Einflug, Anflug, Landung, Start, Durchflug und Rollen müssen von einem Fluglotsen genehmigt werden.

Landeplätze haben eine festgelegte, im Luftfahrthandbuch (Teil AIP VFR) veröffentlichte Betriebspflicht, d. h. Zeiten, zu denen sie geöffnet und anfliegbar sein müssen. Vor der Benutzung eines Sonderlandeplatzes ist die Genehmigung des Platzbetreibers einzuholen.

Landeplätze sollten einen Bauschutzbereich nach § 17 LuftVG besitzen.

Segelfluggelände

Segelfluggelände dürfen uneingeschränkt nur von Segelflugzeugen genutzt werden. Motorflugzeuge dürfen nur starten und landen, wenn sie dort stationiert oder im Besitz einer Außenstart- und Landegenehmigung für diesen Flug sind.

Gelände für Wasserflugzeuge und Flugboote

Start- und Landeplätze für Wasserflugzeuge und Flugboote gibt es in Deutschland nur wenige. Es handelt sich dabei um fest definierte Wasserflächen, auf denen Wasserflugzeuge starten und landen dürfen. Der Wasserflug wird in Deutschland insofern erschwert, dass nur auf diesen Geländen gestartet und gelandet werden darf (Flugplatzpflicht) und dass ein Wasserflugzeug auf dem Wasser rechtlich als Boot gilt, was den Besitz eines entsprechenden amtlichen Befähigungszeugnisses für das Führen von Wasserfahrzeugen (z. B. einen Sportbootführerschein) voraussetzt.

Alle diese Flugplätze können eine separate Genehmigung für den Betrieb von Luftsportgeräten erhalten, womit dann zum Beispiel auch Ultraleichtflugzeuge auf Segelfluggeländen starten und landen dürfen.

Gelände für Luftsportgeräte

Gelände für Luftsportgeräte wie Hängegleiterstartplätze, Gleitschirmstartplätze, Ultraleichtflugplätze gibt es in Deutschland sehr zahlreich, weil die Flugplatzpflicht auch für Luftsportgeräte gilt.

Die Infrastruktur eines Flugplatzes ist abhängig vom Verwendungszweck und reicht von riesigen Flugbetriebsflächen mit kilometerlangen Start- und Landebahnen bei Verkehrsflughäfen bis zu einer Graspiste oder einem Helipad.

Gelände für Modellflugzeuge

Ferner gibt es noch Gelände, die als Startplatz für verbrennungsmotorbetriebene, funkferngesteuerte Flugmodelle dienen. Sie verfügen meist über keine festen Installationen.

Kontrollierte und unkontrollierte Flugplätze

Kontrollierte Flugplätze mit IFR-Flugverkehr verfügen über eine Platzkontrollstelle und einen aktivierten, speziellen Luftraum D (CTR). Flugplätze mit Luftraum F sind unkontrollierte Flugplätze, an denen sogenannte „Beauftragte für Luftaufsicht“ (BfL) tätig sind.

Spitzenreiter in Deutschland

Größte Flugplätze in der Kategorie

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

'Persönliche Werkzeuge